Eine leuchtende magentafarbene Tuer mit einem Schlosssymbol steht in einer Reihe offener, zugaenglicher Tueren, Sinnbild fuer den Stopp neuer Custom GPTs auf persoenlichen ChatGPT-Accounts
KI-Tools · 14. August 2026

Schluss mit neuen
Custom GPTs auf dem Privat-Account.

OpenAI erlaubt persönlichen ChatGPT-Accounts — Free, Go, Plus und Pro — offiziell keine neuen Custom GPTs mehr zu erstellen oder zu veröffentlichen. Bestehende GPTs bleiben nutzbar. Aber eine oft genannte Möglichkeit, damit umzugehen, funktioniert nach OpenAIs eigener Dokumentation vermutlich nicht mehr.

Lesedauer6 Minuten
KategorieKI-Tools
QuelleOpenAI Help Center
Stand14. August 2026
Free, Go, Plus, Pro: keine neuen Custom GPTs mehr Nur Business-, Enterprise- und Edu-Workspaces dürfen weiter erstellen Bestehende GPTs bleiben nutzbar und teilweise editierbar Duplizieren ist laut OpenAI an dieselbe Berechtigung gekoppelt Dokumentation wird jetzt zur Pflicht, nicht zur Kür Free, Go, Plus, Pro: keine neuen Custom GPTs mehr Nur Business-, Enterprise- und Edu-Workspaces dürfen weiter erstellen Bestehende GPTs bleiben nutzbar und teilweise editierbar Duplizieren ist laut OpenAI an dieselbe Berechtigung gekoppelt Dokumentation wird jetzt zur Pflicht, nicht zur Kür

Neu erstellen
geht nicht mehr.

OpenAIs eigenes Help Center ist eindeutig: „New GPT creation and publishing are not available on personal ChatGPT accounts, including Free, Go, Plus, and Pro." Betroffen sind also nicht nur kostenlose Accounts, sondern ausdrücklich auch die bezahlten persönlichen Tarife — Plus und Pro eingeschlossen. Nur wer in einem Business-, Enterprise- oder Edu-Workspace arbeitet, kann laut OpenAI je nach Workspace-Einstellungen weiterhin neue GPTs erstellen, bearbeiten und veröffentlichen.

Die gute Nachricht zuerst: Bereits vorhandene Custom GPTs verschwinden nicht. Sie bleiben nutzbar, und wer die entsprechenden Rechte hat, kann sie laut OpenAI weiter bearbeiten — Anweisungen anpassen, Wissensdateien austauschen, Actions und Tools verändern, Freigaben verwalten.

Die Änderung im Überblick

BetroffenFree, Go, Plus, Pro
Nicht betroffenBusiness/Enterprise/Edu
Neue GPTs erstellennicht mehr möglich
Bestehende GPTs nutzenweiter möglich
Bestehende GPTs bearbeitennach Plan/Rechten
QuelleOpenAI Help Center

Bearbeiten ja,
neu bauen nein.

Für bereits erstellte Custom GPTs auf persönlichen Accounts bleibt laut OpenAI einiges möglich — solange Plan und Berechtigungen es erlauben.

Anweisungen anpassen

Rollenbeschreibung, Verhalten und Ton eines bestehenden GPTs lassen sich weiter verändern.

Wissensdateien

Hochgeladene Referenzdateien können ausgetauscht oder ergänzt werden — bis zu 20 Dateien, je bis 512 MB.

Actions & Tools

Verbindungen zu externen APIs oder Diensten lassen sich weiter konfigurieren und anpassen.

Freigaben verwalten

Sichtbarkeit und Teilen-Einstellungen bleiben über den „Share"-Dialog editierbar.

Duplizieren ist
der Knackpunkt.

Eine verbreitete Annahme, die vermutlich nicht mehr stimmt

Ein häufig genannter Ausweg lautet: bestehende GPTs duplizieren und als Basis für Varianten nutzen. Genau das aber schränkt OpenAIs eigene Dokumentation ein: „Duplicating a GPT is available only when your account or workspace is eligible to create new GPTs." Da persönliche Free-, Go-, Plus- und Pro-Accounts diese Berechtigung laut derselben Dokumentation gerade verloren haben, lässt sich daraus nur folgern, dass auch das Duplizieren für sie nicht mehr funktioniert. Bevor du dich also auf „ich baue einfach eine Kopie" verlässt, teste es zuerst an einem unkritischen GPT — verlass dich nicht blind auf ältere Anleitungen dazu.

„Erstelle dir eine kleine Übersicht: Name, Zweck, Zielgruppe, Dateien, Actions, aktueller Prompt."

So bist du nicht von einer einzelnen Plattform-Ansicht abhängig — und kannst einen Assistenten notfalls woanders nachbauen, etwa in einem Business-Workspace, über APIs oder in einem anderen KI-Tool.

Genau der Fall,
vor dem die Ablage schützt.

Diese Änderung trifft genau die Betriebe, die KI am pragmatischsten einsetzen: Selbstständige und kleine Teams, die mit einem persönlichen Plus- oder Pro-Account einen Custom GPT für einen Kunden, einen internen Prozess oder eine Kampagne gebaut haben — ohne eigenes Business-Workspace. Für sie ist der nächste GPT jetzt nicht mehr eine Sache von fünf Minuten.

Das deckt sich mit einer Beobachtung, die wir erst kürzlich an dieser Stelle gemacht haben: Der Wert eines KI-Assistenten liegt nicht im Werkzeug, in dem er gebaut wurde, sondern in der Dokumentation, die ihn überlebensfähig macht. Genau das rät OpenAI hier selbst — eine Übersicht mit Prompt, Wissensdateien und Actions, unabhängig von einer einzelnen Plattformansicht.

Wer regelmäßig KI-Assistenten für Kunden oder interne Prozesse baut, sollte jetzt zwei Dinge klären: Reicht ein Wechsel auf einen Business-Workspace, oder lohnt sich der Umzug in ein plattformunabhängigeres Setup? Beide Wege beginnen mit derselben Hausaufgabe — der bestehenden GPTs sauber dokumentieren, bevor die nächste Änderung kommt.

Merken für die Praxis

Free, Go, Plus und Pro können ab sofort keine neuen Custom GPTs mehr erstellen oder veröffentlichen — nur Business-, Enterprise- und Edu-Workspaces dürfen das noch.
Bereits vorhandene GPTs bleiben nutzbar und nach Plan/Rechten bearbeitbar — Anweisungen, Wissen, Actions, Freigaben.
Duplizieren ist laut OpenAIs eigener Dokumentation an dieselbe Berechtigung gekoppelt wie Neuerstellung — auf persönlichen Accounts also vermutlich blockiert.
Dokumentiere jeden bestehenden GPT jetzt: Name, Zweck, Zielgruppe, Dateien, Actions, aktueller Prompt.
Wer regelmäßig GPTs für Kunden baut, sollte einen Business-Workspace oder ein plattformunabhängigeres Setup prüfen.

Quelle: OpenAI Help Center — Creating and editing GPTs. Stand: 14.08.2026.

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