Menschen vergleichen KI-Videos blind, und der Preis pro Minute unterscheidet sich bei fast gleicher Platzierung um das 14-Fache. Was die Ranglisten von Artificial Analysis sagen, was sie nicht sagen und worauf du bei Video-KI im Betrieb achtest.
Artificial Analysis betreibt eine Video-Arena: Menschen sehen zwei KI-Videos zum selben Auftrag und wählen blind das bessere, daraus entsteht eine Elo-Rangliste. Wir haben die Ranglisten für Text zu Video, Bild zu Video und Videobearbeitung gelesen und ordnen ein, was die Zahlen und Preise für Betriebe heißen. Alle Werte sind Messwerte von Artificial Analysis mit Stand 28. Oktober 2026, wir haben nichts nachgemessen.
Bei Text zu Video (mit Ton) führt Wan 3.0 von Alibaba mit 1174 Punkten bei 12,00 US-Dollar pro Minute. Dahinter liegen eng beieinander MiniMax H3 (768p, 1158 Punkte, 4,80 Dollar, Gewichte auf Hugging Face), HeyGen Video 1 (1157 Punkte, 2,40 Dollar), Dreamina Seedance 2.5 (1156 Punkte, 34,12 Dollar) und FLUX 3 Max (1156 Punkte, 4,35 Dollar). Bei Bild zu Video führt Seedance 2.5 mit 1148 Punkten vor Seedance 2.0 (1132) und MiniMax H3 (1126). Bei der Videobearbeitung liegt Wan 3.0 mit 1198 Punkten vorn, Seedance 2.5 folgt mit 1155.
Die Preise gelten pro Minute Video über die API des Herstellers, laut Artificial Analysis bei 1080p, wo angeboten. Seedance 2.5 kostet damit das 14-Fache von HeyGen Video 1, bei fast gleicher Platzierung. Ein Clip von 15 Sekunden kostet rechnerisch bei Seedance 2.5 rund 8,53 Dollar, bei Wan 3.0 3,00 Dollar, bei MiniMax H3 (768p) 1,20 Dollar und bei HeyGen Video 1 0,60 Dollar. Die Messunsicherheit liegt bei den vorderen Plätzen bei rund 14 bis 19 Punkten, die Plätze zwei bis sieben sind praktisch gleichauf.
Rechne mit mehreren Versuchen pro Clip, bis einer passt, und mit Nacharbeit. MiniMax H3 (768p) wird bei geringerer Auflösung gemessen, der Preisvergleich mit 1080p-Modellen hinkt also. Die Arena misst Gefallen, nicht ob dein Produkt, dein Logo oder dein Text im Video stimmen. Einige Modelle, etwa Utopai X, haben laut Liste keine API.
Frage zuerst, was du wirklich brauchst: ein stimmungsvoller Clip für Social Media oder ein Video mit lesbarem Text, Logo und Produkt. Für das Erste kann ein günstiges Modell reichen, für das Zweite brauchst du Nacharbeit oder klassischen Schnitt. Prüfe außerdem, ob ein Modell Bild zu Video kann, wenn du ein eigenes Foto animieren willst, denn dort steht die Rangliste anders als bei Text zu Video.
Dazu kommen Rechte und Kennzeichnung: Zeige echte Personen nur mit schriftlicher Einwilligung, kläre, ob und wie du KI-Videos kennzeichnen musst, und prüfe die Nutzungsbedingungen des Anbieters für gewerbliche Nutzung. Das ist keine Rechtsberatung, kläre es mit deinem Berater. Kostenfalle: Wer Clips in hoher Stückzahl erzeugt, spürt den Preisunterschied schnell.
Zwei Modelle können bei Abstimmenden gleich gut ankommen und bei deinem Motiv sehr unterschiedlich aussehen. Teste mit deinem eigenen Bild oder Auftrag, bevor du ein Modell fest einplanst.
Fünf Minuten: Wähle ein Motiv für einen Clip von 5 bis 10 Sekunden, zum Beispiel dein Schaufenster oder ein Produkt. Zehn Minuten: Erzeuge es mit einem teuren und einem günstigen Modell, jeweils zwei Versuche. Drei Minuten: Vergleiche Bewegung, Text und Logo. Zwei Minuten: Rechne den Preis für deine Wunschmenge im Monat aus und entscheide, ob sich der Aufpreis lohnt.
In der Video-Arena liegen mehrere Modelle bei Text zu Video praktisch gleichauf, der Preis pro Minute unterscheidet sich aber bis zum 14-Fachen. Wie du es nutzt, entscheidet über den Preis mehr als die Platzierung.
Teste mit deinem Motiv, vergleiche Preise nur bei gleicher Auflösung und kläre Rechte und Kennzeichnung.
Quellen: Artificial Analysis, „Text to Video Leaderboard“, „Image to Video Leaderboard“ und „Video Editing Leaderboard“ (Stand 28. Oktober 2026), Startseite artificialanalysis.ai. Alle Angaben sind Messwerte des Testhauses, wir haben nichts nachgemessen.
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