Acht Themen, jedes einzeln geprüft: xAI zieht mit Grok 4.6 zu den teuersten Modellen auf, Claude Cowork läuft jetzt vollständig im Chrome-Browser, Google zieht Imagen 4 hart aus dem Verkehr, und Anthropic beginnt, Claude-Texte mit einem Wasserzeichen zu versehen.
xAI hat mit Grok 4.6 ein neues Flaggschiffmodell veröffentlicht — 61 Punkte im Artificial Analysis Intelligence Index, gleichauf mit GPT-5.6 Sol Max und nur knapp hinter Claude Opus 5. 500.000 Token Kontext, Text- und Bildinput. Der Preis bleibt bei 2 $ / 6 $ pro Mio. Token (Input/Output) — allerdings nur bis 200.000 Token pro Prompt, danach greift laut xAIs eigener Preisdokumentation der doppelte Satz (4 $/12 $).
Aggressive Preisstrategie macht Grok 4.6 zur ernstzunehmenden Vergleichsgröße bei Kosten-Entscheidungen für Content- und Automatisierungs-Workflows.
Quellen: digitalapplied.com · the-decoder.de
Zhipus neues Coding-Modell soll laut eigener Ankündigung das stärkste Open-Weights-Modell für Code sein — +50 % Coding-Fähigkeit gegenüber GLM-5.2, erreicht rein durch Post-Training auf derselben Modell-Basis. Bereits nutzbar in Claude Code und OpenCode über Zhipus Coding-Plan; die vollen offenen Gewichte folgen laut Ankündigung erst nach Security-Review, rund zwei Wochen später.
Reines Entwickler-Tool, kein Marketing-Feature — als Preis-/Leistungsreferenz im Open-Weights-Segment aufgenommen, niedrigere Priorität.
Quellen: the-decoder.de · decrypt.co
Das Chrome-Seitenpanel läuft jetzt als vollständige Cowork-Sitzung: Skills, Plugins und Connectors funktionieren erstmals direkt im Browser ohne Zusatzsetup, angefangene Aufgaben lassen sich nahtlos auf Desktop, Web und Mobile fortsetzen. Sofort verfügbar für Max- und Team-Pläne, der Pro-Rollout folgt in den kommenden Wochen.
Direkt nutzbar für Recherche-zu-Deliverable-Workflows — Browser-Recherche ohne Kontextwechsel direkt in einen Report oder Foliensatz überführen.
Quellen: Claude Blog · 9to5Mac
Make hat mit Maia einen KI-Co-Worker direkt im Scenario Builder gelauncht: Aus natürlichsprachigen Anweisungen wie "neue Leads aus diesem Formular routen, nach Region taggen, Vertrieb benachrichtigen, CRM aktualisieren" baut Maia in Echtzeit ein sichtbares, editierbares Szenario auf der bestehenden Oberfläche — kein Black-Box-Generator, jeder Schritt bleibt einsehbar und anpassbar.
Senkt die Einstiegshürde für No-Code-Marketing-Automatisierung spürbar — direkt einsetzbar für Lead-Routing- und CRM-Workflows.
Quelle: Make Blog
Die drei Imagen-4-Endpunkte (Standard, Ultra, Fast) werden am 17. August in der Gemini API final abgeschaltet — die Deprecation war bereits seit Mitte Juni angekündigt. Wer noch per generate_images() auf Imagen 4 oder ältere Gemini-3-Image-Modelle zugreift, bekommt an diesem Tag keine Warnung, sondern einen harten Fehler. Empfohlener Ersatz ist Gemini 3.1 Flash Image ("Nano Banana 2") über generate_content() — kein Drop-in-Ersatz, der Code muss angepasst werden.
Akuter Handlungsbedarf für jeden Bild-Content-Workflow, der aktuell per API auf Imagen 4 zugreift — vor dem 17.8. migrieren, nicht danach.
Quellen: Google AI (Release Notes) · byteiota.com
Im Rahmen des mit 1 Mio. $ dotierten Higgsfield Global Film Festival hat Higgsfield mit "Oneiric" einen 20-minütigen, zu 100 % KI-generierten Kurzfilm veröffentlicht (Cinema Studio 4, Seedance-Antrieb) — komplett open-source, alle Prompts und Assets öffentlich einsehbar und nachnutzbar, als "Masterclass" gedacht statt fertigem Werk.
Aktueller Referenzpunkt für KI-Videoproduktion mit direkt nachnutzbaren Prompt-Vorlagen für eigene Experimente.
Quelle: Higgsfield AI (YouTube)
Anthropic ist dem EU-AI-Act-Transparenzkodex beigetreten (Art. 50 Abs. 2) und bettet seit dem 2. August in allen neu veröffentlichten Claude-Modellen unsichtbare, kopierstabile Wasserzeichen in generierten Text ein — technisch baut das Verfahren auf Google DeepMinds SynthID-Text auf. Gilt weltweit, nicht nur in der EU. Für ältere Modelle läuft eine Übergangsfrist bis 2. Dezember 2026.
Direkt relevant für alle mit Claude erstellten Marketing-Texte — KI-Autorenschaft wird technisch nachweisbar. Mehr zur Studienlage rund um KI und Fachwissen in unserem Anthropic-Artikel.
Quellen: TechCrunch · Euronews
Bei verbundenem Google-Drive-Plugin erscheinen Drive-Dateien und -Ordner direkt in der ChatGPT-Bibliothek und lassen sich per @Erwähnung ohne erneuten Upload in jeden Chat ziehen. Ein Google Doc, Sheet oder Slide lässt sich zusätzlich direkt neben dem Chat öffnen und bearbeiten. Verfügbar für Plus-, Pro-, Enterprise-, Edu-, Healthcare- und Business-Konten im Web, mobile Unterstützung folgt später.
Erleichtert Content-Workflows, bei denen Briefings und Texte in Google Workspace liegen und direkt mit ChatGPT weiterbearbeitet werden sollen.
Quellen: OpenAI Release Notes · 9to5Mac
Auf der einen Seite wird KI-Arbeit reibungsloser — Claude direkt im Browser, Automatisierung per Konversation statt Klickstrecke, offene Video-Vorlagen zum Nachbauen. Auf der anderen Seite wird sie nachweisbarer — Wasserzeichen, harte API-Deadlines, verbindliche Migrationen. Tempo und Kontrolle wachsen diese Woche gleichzeitig.
Alle acht Themen wurden vor Veröffentlichung unabhängig verifiziert (mind. zwei Quellen je Thema, bei zwei Themen zusätzlich Primärquelle). Stand: 16.08.2026.
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