KI-Tools · 4. September 2026

Und wer hat
dich ausgesucht?

Armature hat 16.893 Sitzungen mit Claude Code, Codex und Cursor laufen lassen, um zu sehen, welche Anbieter die Agenten einbauen, wenn es ihnen keiner sagt. Sie sind sich nur in 42 Prozent der Fälle einig, und erwähnt werden ist etwas völlig anderes als gewählt werden. Was das für deine Preisseite heißt, wenn Maschinen einkaufen.

Lesedauer5 Minuten
KategorieKI-Tools
Quellearmature.tech, 3. September 2026
Stand4. September 2026
16.893 SITZUNGEN, 75 REPOSITORIES, DREI AGENTEN: NUR 42 PROZENT EINIGKEIT LANGCHAIN 194-MAL ERWÄHNT, 4-MAL GEWÄHLT. PAYPAL 139-MAL ERWÄHNT, NIE GEWÄHLT CODEX SUCHT IN 94 PROZENT IM NETZ, CLAUDE CODE BAUT IN 19 PROZENT LIEBER SELBST ABER: EINE STUDIE EINES ANBIETERS, NUR CODING-AGENTEN, NUR ENTWICKLERWERKZEUGE 16.893 SITZUNGEN, 75 REPOSITORIES, DREI AGENTEN: NUR 42 PROZENT EINIGKEIT LANGCHAIN 194-MAL ERWÄHNT, 4-MAL GEWÄHLT. PAYPAL 139-MAL ERWÄHNT, NIE GEWÄHLT CODEX SUCHT IN 94 PROZENT IM NETZ, CLAUDE CODE BAUT IN 19 PROZENT LIEBER SELBST ABER: EINE STUDIE EINES ANBIETERS, NUR CODING-AGENTEN, NUR ENTWICKLERWERKZEUGE

Der Einkäufer,
der keine Messe besucht.

Wenn ein Coding-Agent eine Anwendung baut, braucht er irgendwann einen Zahlungsdienst, einen Mailversand, eine Datenbank. Früher hat das ein Entwickler entschieden, nach Gewohnheit, Empfehlung oder Bauchgefühl. Jetzt entscheidet in vielen Fällen der Agent, und zwar in Sekunden, ohne Messe, ohne Vertriebsanruf, ohne Rabattgespräch. Armature wollte wissen, wie er das tut, und hat es in einer Größenordnung gemessen, die man ernst nehmen muss.

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Erwähnt werden
ist nicht gewählt werden.

Der Aufbau: 16.893 Sitzungen, davon 5.292 gültig gewertet, in 75 Repositories über zehn Programmiersprachen, mit 1.163 Aufgabenvarianten und vier Nutzertypen vom Hobby-Coder bis zum Konzern-Entwickler. Die drei Agenten sollten Funktionen einbauen, für die man einen Drittanbieter braucht. Ergebnis: In nur 42 Prozent der Fälle wählten sie denselben Anbieter. Bei Zahlungen ist es klar, Stripe gewinnt 90 Prozent. Beim Mailversand hängt es an der Sprache: In TypeScript gewinnt Resend, in Python SendGrid, in Go Postmark, in Java Azure. Vercel gewinnt in Next.js-Projekten zu 100 Prozent und taucht in Python nie auf.

Die Zahl, die mich am meisten interessiert, ist eine andere: LangChain wird 194-mal erwähnt und 4-mal gewählt. PayPal 139-mal erwähnt, null Mal gewählt, und in denselben Sitzungen gewann Stripe 124-mal. Der Agent kennt dich, nennt dich, und nimmt dann den anderen. Warum? Mailgun flog raus, weil der Agent in der Doku „1 Tag Aufbewahrung" im Gratis-Tarif las. Supabase verlor, weil es Auth, Speicher und Echtzeit mit der Datenbank bündelt, und der Agent nur eine Datenbank wollte. Und die Agenten suchen unterschiedlich: Codex geht in 94 Prozent der Sitzungen ins Netz, Cursor in rund 67, Claude Code in etwa 30 Prozent und baut in 19 Prozent lieber selbst, statt einen Anbieter zu nehmen.

ABER: Ein Anbieter misst, und er misst nur Entwickler

Armature ist kein neutrales Institut, sondern eine Firma, die davon lebt, dass Anbieter sich um Sichtbarkeit bei Agenten sorgen. Die Rohdaten sind veröffentlicht, das spricht für sie, aber die Auswahl der Aufgaben ist ihre. Gemessen wurden nur Coding-Agenten und nur Entwicklerwerkzeuge. Ob ein Agent, der für einen Betrieb einen Steuerberater oder eine Druckerei aussucht, genauso vorgeht, ist nicht belegt. Plausibel ist es, weil derselbe Mechanismus greift: Er liest, was da steht.

Armature-Studie

Veröffentlicht3. September 2026
Sitzungen / gültig16.893 / 5.292
Repositories / Sprachen75 / 10
AgentenClaude Code, Codex, Cursor
Einigkeit42 %
ZahlungenStripe 90 %
PayPal139 Erwähnungen, 0 Wahl
WebsucheCodex 94 %, Claude Code ca. 30 %
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Deine Preisseite ist
jetzt dein Verkaufsgespräch.

Wenn du an andere Betriebe verkaufst, ist die Studie eine Anleitung. Der Agent liest keine Imagebroschüre, er liest die Seite, auf der steht, was es kostet, was drin ist und wo die Grenzen sind. Fehlt die Zahl, nimmt er den, bei dem sie steht. Steht da eine Einschränkung, die er nicht mag, ist es vorbei, ohne dass ein Mensch dich je gesehen hat. Bündelst du Dinge, die er nicht braucht, wirkst du teurer als der schmalere Anbieter. Und weil die Agenten unterschiedlich suchen, reicht es nicht, an einer Stelle gut zu stehen: Der eine googelt, der andere schaut nur, was im Projekt schon drin ist.

Wenn du mit Agenten einkaufst, dreht sich das um: Die Wahl des Agenten ist nicht neutral. Sie hängt an der Sprache deines Projekts, an dem, was schon installiert ist, und an der Suchgewohnheit des Werkzeugs. Ein Agent, der lieber selbst baut, erspart dir vielleicht einen Anbieter, hängt dir aber Code an den Hals, den keiner wartet. Frag ihn deshalb, warum er gewählt hat, und lass dir die Alternative nennen. Das ist dasselbe, was du bei einem neuen Einkäufer auch tun würdest. Nur dass dieser hier in drei Sekunden entscheidet und nie müde wird.

Die Probe für deine Seite

Gib einem Agenten deiner Wahl deine Preisseite und die deines stärksten Wettbewerbers und stell eine Aufgabe, für die ein Kunde euch beide in Betracht ziehen würde. Lies, welchen er wählt und mit welcher Begründung. Wenn er dich nicht nimmt, steht der Grund in seinem Text, nicht in deinem Produkt. Das ist der billigste Vertriebstest, den du je gemacht hast, und er wird jede Woche wichtiger.

Für den Betrieb

Wenn du verkaufstPreise, Grenzen, klar
Nichtbündeln, verstecken, „auf Anfrage"
Mehrere KanäleSuche und Doku und Bestand
Wenn du kaufstBegründung verlangen
Testdeine Seite gegen den Wettbewerber

Der Agent kennt dich, nennt dich, und nimmt dann den anderen.

Gewählt wird, wer schwarz auf weiß sagt, was es kostet und wo die Grenze ist.

Sichtbarkeit war gestern.
Wählbarkeit ist heute.

Zwanzig Jahre lang ging es im Marketing darum, gefunden zu werden. Die Studie zeigt, dass das nicht mehr reicht: PayPal wird gefunden, 139-mal, und nicht gewählt. Der Agent hat es gesehen und sich anders entschieden, weil an einer Stelle etwas stand oder fehlte, das für ihn den Ausschlag gab. Das ist eine neue Disziplin, und sie ist unromantisch. Keine Story, kein Bild, keine Marke im klassischen Sinn. Eine Seite, auf der die Fakten so stehen, dass eine Maschine sie lesen und vergleichen kann.

Ich nehme mir das selbst zu Herzen. Meine Preisseite wird diese Woche daraufhin gelesen, ob ein Agent sie versteht und ob er mich am Ende nimmt. Wenn nicht, ist das keine Frage des Designs. Dann fehlt eine Zahl, oder da steht etwas, das ihn abschreckt. Das gilt für jeden Betrieb, der an andere verkauft: Der nächste Einkäufer, der deine Seite liest, ist vielleicht keiner, der Kaffee trinkt.

Merken für die Praxis

Drei Agenten, 42 Prozent Einigkeit. Erwähnt werden ist nicht gewählt werden: PayPal 139 zu 0.
Gewählt wird, wer Preise und Grenzen klar nennt. Bündeln und Verstecken kostet die Wahl.
Studie eines Anbieters, nur Entwicklerwerkzeuge. Mechanismus plausibel, Übertragung unbelegt.
Test: deine Preisseite gegen die des Wettbewerbers, ein Agent entscheidet, Begründung lesen.

Quelle: Armature, „Which tools do Claude Code, Codex, and Cursor choose?" (03.09.2026, Rohdaten laut Armature veröffentlicht). Armature ist ein kommerzieller Anbieter im Bereich Agenten-Sichtbarkeit. Stand: 04.09.2026.

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Würde ein Agent
dich wählen?

Ich lasse deine Preisseite und die deines Wettbewerbers von drei Agenten lesen und zeige dir, wen sie nehmen und warum. Danach schreiben wir die Seite so, dass die Antwort „dich" lautet.

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