Das sagt nicht irgendwer. Das sagt Elon Musk selbst, im großen Interview mit „The Economist". Seine Prognose: In fünf Jahren übertrifft KI die gesamte Menschheit an Intelligenz, Geld wird bedeutungslos, und Menschen werden die Kontrolle verlieren — „so wie Schimpansen nicht das Sagen hätten". Wir haben das komplette 85-minütige Gespräch ausgewertet: die steilsten Thesen, seine eigenen Widersprüche, und die eine Stelle, an der ihm die Chefredakteurin eine Frage stellt, der er konsequent ausweicht.
„Das vollständige Interview mit Elon Musk" — The Economist, geführt von Chefredakteurin Zanny Minton Beddoes bei der Tesla Gigafactory in Texas. Aufgenommen kurz nach dem SpaceX-Börsengang.
Das Interview geht danach in politisch sehr kontroverse Themen über (Ukraine, USAID, europäische Innenpolitik, persönliche Vorwürfe). Das passt nicht zu unserem KI-Marketing-Fokus und würde unnötig zünden — deshalb konzentrieren wir uns bewusst auf die ersten sechs Kapitel, die sich mit KI, ihrer Zukunft und ihrer Regulierung befassen.
Elon Musk ist fast eine Billion Dollar wert, führt Tesla und SpaceX, hat gerade den Börsengang von SpaceX hinter sich gebracht — und setzt sich trotzdem 85 Minuten lang den hartnäckigen Nachfragen von Zanny Minton Beddoes aus, der Chefredakteurin von „The Economist". Das Ergebnis ist eines der dichtesten KI-Gespräche des Jahres: Musk sagt voraus, wann KI uns überholt, wie sich Geld auflöst, wie Arbeit „optional" wird — und wird an mehreren Stellen von seiner Gesprächspartnerin regelrecht in die Enge getrieben.
Das Besondere an diesem Interview ist nicht nur, was Musk sagt, sondern wie oft er sich selbst widerspricht — zwischen nüchterner Wissenschafts-Prognose und beinahe religiöser Gelassenheit gegenüber dem eigenen Kontrollverlust. Genug Stoff, um es nicht nur zusammenzufassen, sondern wirklich auseinanderzunehmen.
Gleich zu Beginn liefert Musk den Satz, um den sich das ganze Gespräch dreht. Auf die Frage, wie die Welt 2036 aussehen wird, antwortet er ohne Umschweife:
„KI könnte die Summe der menschlichen Intelligenz in etwa 5 Jahren übertreffen."
Elon Musk — auf Nachfrage bestätigt: „Meine Schätzung sind etwa 5 Jahre."Nicht die Intelligenz eines einzelnen Menschen, sondern die Summe der gesamten Menschheit — das ist die Messlatte, die er ansetzt. Danach zeichnet er ein überraschend optimistisches Bild: ein Zeitalter „unglaublicher Fülle", in dem jeder haben kann, was er sich wünscht — vorausgesetzt, es kommt nicht zu einem „massiven globalen thermonuklearen Krieg". Für die Wirtschaft dahinter braucht es laut ihm nicht nur digitale, sondern auch physische Intelligenz — sprich humanoide Roboter als „End Effectors", die digitale Intelligenz in reale Güter verwandeln. Daraus leitet er seine steilste ökonomische Prognose ab:
„Ich mache noch eine Vorhersage. Geld wird 2036 keine Rolle mehr spielen."
Elon MuskAls die Ökonomin Beddoes hier begreiflicherweise nachhakt, bleibt seine Begründung abstrakt: Wenn Roboter und KI mehr Güter produzieren, als jeder Mensch konsumieren kann, wozu dann noch Geld? Eine elegante These — aber eben auch eine, die jede Frage nach Verteilung, Übergangsphase und den Verlierern dieses Wandels elegant umschifft.
Der eigentliche Aufreger kommt, als Beddoes fragt, ob Menschen in zehn Jahren noch die Kontrolle über die eigene Zukunft haben werden. Musks Antwort ist bemerkenswert unaufgeregt für das, was sie eigentlich aussagt:
„So wie es kaum vorstellbar ist, dass Schimpansen das Sagen hätten, wenn der Intelligenzunterschied zwischen KI und Mensch sehr viel größer ist als der zwischen KI und Schimpansen — genauso wird es dann auch uns Menschen ergehen."
Elon MuskEr nennt den Menschen selbst eine „weiterentwickelte Form des Schimpansen" — vor nicht allzu langer Zeit seien wir „durch Bäume geschwungen und hätten Bananen gegessen". Das ist die Stelle, an der Beddoes ihn mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert: Vor zehn Jahren habe er in einem Podcast gesagt, rekursive KI-Selbstverbesserung ängstige ihn am meisten und Menschen seien bestenfalls „Haus-Labradore" der KI. Seine Reaktion heute wirkt fast verharmlosend: „Labradore sind ziemlich glückliche Geschöpfe. Das ist zumindest meine Erfahrung."
Musk unterzeichnete 2023 den offenen Brief für eine KI-Entwicklungspause — heute relativiert er: „Ich war nur einer von 500 Unterzeichnern."
Bei Ted Cruz nannte er diese Wahrscheinlichkeit für ein KI-Auslöschungsszenario. Auf Nachfrage, ob das noch gilt, weicht er komplett aus — siehe Kritik unten.
Sein zentrales Bild für den erwarteten Kontrollverlust der Menschheit gegenüber einer überlegenen KI.
Sein Fazit zum Thema Risiko: Selbst mit einem „Stopp-Knopf" sollte man ihn vermutlich nicht drücken — die wahrscheinlichste Folge sei ohnehin Fülle für alle.
Konkreter wird es beim Thema Selbstregulierung. Anlass ist ein Vorschlag von Demis Hassabis (Google DeepMind), der Mitte Juli 2026 in einem Essay eine FINRA-artige Aufsichtsstelle für KI forderte — eine öffentlich-private Standardbehörde, die neue Spitzenmodelle vor Veröffentlichung prüft. Bemerkenswert: Musk sagt, er habe „ein paar Stunden" mit Hassabis gesprochen, bevor dieser seinen Essay veröffentlichte.
„Die führenden KI-Unternehmen sollten sich zumindest alle paar Wochen treffen oder telefonieren und einfach über Sicherheitsfragen sprechen." Vor dem Release eines neuen Spitzenmodells sollen Wettbewerber 1–2 Wochen Testzugriff bekommen.
Ein Beamter ohne technisches Tiefenwissen könne kaum beurteilen, ob ein Modell sicher ist — Wettbewerber mit Eigeninteresse schon: „Alle Wettbewerber haben ein Interesse daran, dass die anderen ehrlich bleiben."
Ihre direkte Frage — ob es überhaupt genug Vertrauen zwischen den zerstrittenen KI-Chefs gibt — beantwortet Musk nicht wirklich. Auf „Hast du das vorgeschlagen?" folgt nur: „Zu Demis. Und ich werde wohl auch mit Dario reden."
Erst wenn ein Unternehmen ein Risiko erkennt und nichts unternimmt, solle die Regierung eingreifen. Als Beispiel nennt er einen Fall, in dem angeblich Amazon ein riskantes Modell entdeckte und direkt das Weiße Haus informierte.
Sein Tempo-Argument ist bezeichnend: Auf Beddoes' Hinweis, man brauche so ein System „in den nächsten 6 Monaten", entgegnet er, das sei viel zu langsam gedacht — angesichts „mehrerer KI-Durchbruch-Ankündigungen pro Tag" habe er längst „den Überblick verloren", wie viele es allein letzte Woche gab.
Hier liefert Musk eine seiner am meisten selbst-widersprüchlichen Aussagen des ganzen Gesprächs. Erst die steile These:
„Wenn man bedenkt, wie gut die chinesischen KI-Unternehmen schon mit vergleichsweise wenig Rechenleistung abschneiden, [...] gibt es eine gute Chance, dass sie die Führung übernehmen. Und irgendwann werden sie vermutlich auch über sehr viel Rechenleistung verfügen."
Elon MuskAls Beddoes das zuspitzt — „Also werden sie die Führung übernehmen?" — weicht er nur minimal ab, bleibt aber im Kern dabei: „Es gibt eine gute Chance, dass sie irgendwann die Führung übernehmen." Untermauert wird das mit konkreten Zahlen: China habe schon heute mehr Stromerzeugung als USA, Europa und Indien zusammen, und seine Prognose lautet, China erreiche „das Vierfache der US-Stromproduktion — ungefähr proportional zur Bevölkerung". Außerhalb Chinas sei der Flaschenhals eher Strom und Kühlung, innerhalb Chinas dagegen eher Chips, wegen der US-Exportbeschränkungen. Aber: China stehe „näher an der Lösung des Lithografie-Problems, als die meisten Leute denken" — was langfristig auch den Chip-Engpass auflösen würde.
Genau dieser Strom-Engpass ist übrigens der Grund, warum Musk an Orbital-Rechenzentren im Weltraum arbeitet — sobald das Stromproblem im All gelöst sei, würde der Flaschenhals wieder zu Chips außerhalb Chinas wandern. Zu konkreten Modellen erwähnt er das chinesische Kimi K3, das „ziemlich nah" an Anthropics Spitzenmodell herankomme, wenn auch „realistisch gesehen" noch nicht gleichauf sei. Auf die Frage, ob die USA chinesische Modelle verbieten sollten, ist er klar ablehnend: „Das stoppt nicht den Rest der Welt davon, sie zu nutzen."
Hier wird es am direktesten. Beddoes leitet unverblümt ein: Die beiden würden sich öffentlich auf Social Media beleidigen, ob überhaupt genug Vertrauen für seine Selbstregulierungs-Idee bestehe. Musks Antwort ist eine seiner schärfsten des ganzen Interviews:
„Wenn du eine Non-Profit-Organisation gründest, die als Open-Source-KI-Unternehmen der ganzen Welt gehören sollte, und die sich irgendwie in ein 800-Milliarden-Dollar-Unternehmen mit geschlossenem Quellcode verwandelt, dann würdest du dir doch denken: 'Moment mal. Das ist genau das Gegenteil von dem, wofür ich das Geld gespendet habe.'"
Elon Musk über Sam Altman / OpenAIBemerkenswert ist, wie unterschiedlich er über die beiden großen Namen der Branche spricht. Während Altman scharf kritisiert wird, gibt es für Dario Amodei (Anthropic) überraschend viel Anerkennung: „Bei allen, die ich bei Anthropic bisher getroffen habe — bei niemandem ist mein Bösewicht-Detektor angeschlagen. Sie wirken immer gut gemeint." Gleichzeitig eine süffisante Spitze zum Timing eines gefürchteten Modell-Releases: Amodei habe ein Modell zuerst als „super beängstigend, furchteinflößend" beschrieben und es dann trotzdem veröffentlicht — „Wenn du alle in Angst und Schrecken versetzt und dann sagst: 'Oh, wir veröffentlichen jetzt dieses furchteinflößende Ding', dann sind die Leute natürlich alarmiert. Das ist ganz normal."
Was in dieser Passage unausgesprochen bleibt, aber im Raum steht: Musk positioniert sich als moralisch integrer Gründer, der die „ursprüngliche Idee" von OpenAI verraten sieht — erwähnt an anderer Stelle des Interviews aber selbst, durch die Gründung von OpenAI (als Gegengewicht zu Googles damaliger KI-Dominanz) die gesamte Branchenbeschleunigung mit ausgelöst zu haben. Diesen Widerspruch spricht das Interview nicht direkt an.
„Stockfish ist so gut im Schach, dass es Magnus Carlsen oder jeden anderen locker schlägt, sogar auf einem kleinen Computer. Genauso gut wird KI im Programmieren sein."
Elon Musk — seine zentrale Analogie für die Zukunft der ArbeitFür digitale Berufe sei die Sache für ihn schon entschieden: „KI wird jeden Job besser erledigen können, als jeder Mensch diesen Job erledigen kann." Software-Entwicklung stehe laut ihm schon heute bei über 90 % Überlegenheit gegenüber professionellen Entwicklern — mit Kurs auf das, was er „Stockfish-Niveau" nennt, benannt nach der Schach-Engine, die selbst auf einem Smartphone jeden Großmeister schlägt. Auf die Nachfrage, ob das nur Software betreffe, seine Antwort in zwei Worten: „Alles, wirklich alles."
Seine Vision, wie sich das anfühlen soll, ist überraschend poetisch:
„Ein guter Vergleich wäre Gärtnern. Du musst kein Gemüse in deinem Garten anbauen. [...] Aber wenn du bei einem Freund zum Essen eingeladen bist und er Gemüse aus dem eigenen Garten verwendet, ist das eine schöne Geste. Genau so wird Arbeit künftig sein."
Elon MuskHier kommt Beddoes' schärfste sozialpolitische Frage des Interviews: Die Erträge dieser Intelligenz-Revolution flössen doch massiv an Menschen wie ihn selbst — den reichsten Mann der Welt. Was ist mit denen, die ihren Job verlieren? Ihre pointierte Warnung: „Es besteht das Risiko, dass wir eher auf eine Revolution zusteuern als auf einen einfachen Weg zu diesem Nirwana, das du hier zeichnest." Musk relativiert leicht, empfiehlt als Zukunftslektüre die „Culture"-Science-Fiction-Romane von Iain Banks — worauf Beddoes offen widerspricht, sie finde diese Zukunft (in der Menschen kaum Handlungsmacht gegenüber KI-„Minds" haben) nicht erstrebenswert.
„Ich denke, das Finanzministerium sollte den Menschen einfach Schecks ausstellen" — eine Art bedingungsloses hohes Grundeinkommen.
Seine Gegenprognose zur Inflationssorge: Wenn Güterproduktion massiv steigt, entsteht Deflation, nicht Inflation — „das wird das eigentliche Problem sein."
40 % Bundeseinkommensteuer plus rund 15 % kalifornische Steuer auf Aktienoptionen — „ich werde vermutlich mehrere Billionen an Steuern zahlen."
Bei seinem Tod komme nochmal etwa die Hälfte des Rests weg — „am Ende habe ich vielleicht ein Viertel von dem, was ich je hatte."
Ein seltener Moment der Selbstreflexion, der ihm hoch anzurechnen ist: „Ehrlich gesagt, wenn du mich an einem x-beliebigen Tag fragst — sogar innerhalb eines einzigen Tages — schwanke ich zwischen Euphorie und Entsetzen, was KI angeht. Ich versuche hier ehrlich zu sein und nicht einfach eine schöngefärbte Sicht auf die Welt zu zeichnen."
Nach der Tesla-Umstrukturierung hält Musk laut Beddoes rund 80 % der Stimmrechte — praktisch unabsetzbar außer durch eine Abstimmung, die er selbst kontrolliert. Seine erste Verteidigung ist Relativierung: Das sei doch nicht anders als bei Google (Larry Page und Sergey Brin haben Kontrolle über Alphabet) oder bei Mark Zuckerberg und Meta. Beddoes lässt das nicht gelten: „Aber ich finde, deine Situation ist extremer."
Seine eigentliche Begründung dreht sich um Zeithorizonte: Als Privatperson mit Kontrolle könne er auf 5 bis 10 Jahre denken, statt jedes Quartal Rechenschaft vor kurzfristig denkenden Investoren ablegen zu müssen — sein Beispiel: Ausgaben für die Mars-Mission, die im Börsenprospekt offengelegt seien, aber trotzdem für Kritik von Leerverkäufern sorgen würden. Und dann die vielleicht konsequenteste Aussage des gesamten Interviews, die seine eigene Machtfülle klein macht:
„Ich glaube, das Einzige, was es mir gibt, ist, dass ich für eine gewisse Zeit die Richtung der Unternehmen kontrollieren kann. [...] Bis, denke ich, die KI so klug ist, dass sie das Sagen hat. Und an dem Punkt wird die Kontrolle über Unternehmen ohnehin keine Rolle mehr spielen."
Elon MuskDas passt exakt zum roten Faden des ganzen Interviews: Geld wird irrelevant (Kapitel 1), Steuern werden irrelevant (Kapitel 5), und jetzt auch Unternehmenskontrolle — sobald KI „übernimmt", verblasst laut Musk jede menschliche Machtfrage ohnehin von selbst.
Ein Gespräch mit so vielen steilen Prognosen verdient einen ebenso klaren Gegenblick. Vier Punkte, an denen wir beim Auswerten hängengeblieben sind:
Auf die direkte Nachfrage, ob seine früher genannten 10–20 % Auslöschungswahrscheinlichkeit noch gelten, antwortet Musk nicht mit Ja, Nein oder einer neuen Zahl — sondern weicht komplett auf den „Hitzetod des Universums" aus. Das ist die klarste Ausweich-Stelle im gesamten Gespräch, und Beddoes lässt spürbar nicht locker, ohne dass er am Ende doch eine Zahl nennt.
Er wirft Altman vor, die ursprüngliche Non-Profit-Idee von OpenAI verraten zu haben — erwähnt an anderer Stelle aber selbst, dass genau die Gründung von OpenAI die gesamte Branchenbeschleunigung mit angestoßen habe, „was nicht meine Absicht war". Dieser Widerspruch wird nie aufgelöst.
Auf konkrete Nachfrage stellt sich heraus: Bislang gab es nur ein informelles Gespräch mit Demis Hassabis, keinen konkreten Mechanismus, kein Datum. Angesichts seiner eigenen Aussage, das Tempo der Branche mache selbst 6 Monate zu langsam, wirkt das inkonsequent.
An mehreren Stellen nennt die automatische Transkription Modellnamen, die wir nicht zweifelsfrei zuordnen konnten (u. a. ein angeblich unveröffentlichtes, überlegenes Anthropic-Modell sowie ein „gefährliches" Modell, das laut Musk von Amazon ans Weiße Haus gemeldet wurde). Wir geben diese Stellen inhaltlich wieder, ohne unsichere Namen als bestätigte Fakten zu behandeln.
Was dieses Interview so besonders macht, ist nicht, dass Musk steile Thesen aufstellt — das tut er ständig, auf jeder Bühne. Besonders ist, dass ihm hier eine Interviewerin gegenübersitzt, die nicht mitschwimmt, sondern hartnäckig nachfragt, ihn mit seinen eigenen früheren Aussagen konfrontiert und an mindestens einer Stelle sichtbar in Bedrängnis bringt.
Das Ergebnis ist kein reines Zukunftsversprechen, sondern ein Gespräch mit echten Rissen: ein Mann, der einerseits von „unglaublicher Fülle für alle" schwärmt und andererseits selbst zugibt, „von Begeisterung zu Entsetzen" zu schwanken, wenn man ihn an einem beliebigen Tag fragt. Genau diese Ambivalenz — nicht die glatte Zukunftsvision — ist der eigentliche Wert dieses Interviews.
Für uns bei AGREEMENT bleibt die praktische Lehre: Wenn selbst der Mann, der die KI-Beschleunigung mit ausgelöst hat, öffentlich zwischen Euphorie und Sorge schwankt, ist gesunde Skepsis keine Schwäche, sondern der angemessene Umgang mit einer Technologie, die sich niemand — auch Musk nicht — wirklich vollständig vorhersagen kann.
Für alle, die KI strategisch einordnen wollen: Pflichtprogramm — die Kapitel „5-Jahres-Prognose" und „Arbeit wird optional" liefern die dichtesten Denkanstöße.
Für Fans harter Interviewführung: Beddoes' Nachfragen zur P(doom)-Zahl und zum Vertrauen unter KI-Chefs sind Journalismus vom Feinsten.
Kritischer Blick nötig bei: der ausgewichenen Risikozahl, dem ungelösten Widerspruch zur eigenen Rolle bei der KI-Beschleunigung, den vagen Selbstregulierungs-Plänen.
Bester Einstieg, wenn dir die Zeit fehlt: die ersten 15 Minuten (5-Jahres-Prognose + Schimpansen-Analogie) und Kapitel „Arbeit wird optional" ab 31:20.
Quelle: „Das vollständige Interview mit Elon Musk" — The Economist (1:25:06, veröffentlicht 29.07.2026). Zusätzlich verifiziert: TechCrunch — Demis Hassabis' Vorschlag für eine unabhängige KI-Standardbehörde. Alle Zitate stammen aus dem automatisch generierten englischen Transkript des Interviews und wurden zur besseren Lesbarkeit leicht geglättet, inhaltlich nicht verändert. Dieser Beitrag behandelt bewusst nur die KI-bezogenen Kapitel des Interviews (00:00 bis ca. 49:00) — die politischen Kapitel danach (Ukraine, USAID, Europa, persönliche Vorwürfe) sind nicht Teil dieser Analyse.
Egal ob KI in 5 Jahren übermenschlich wird oder nicht: Heute schon zählt, wer die Werkzeuge produktiv nutzt. Welches Modell für welche Aufgabe — kein Download, komplett lesbar.
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